Dialog für Cyber-Sicherheit

Alle Perspektiven einbeziehen

Die Herausforderung
Die Digitalisierung steht für schnell fortschreitende, technische Innovationen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema der Cyber-Sicherheit verknüpft sind. Sie betrifft uns alle. 

Zielsetzung des Dialogs
Die mit dem digitalen Wandel verbundenen Herausforderungen im Bereich Cyber-Sicherheit können nur im Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen bewältigt werden.
Im Projekt „Dialog für Cyber-Sicherheit“ treten die organisierte Zivilgesellschaft sowie Vertreter:innen aus Wissenschaft, Kultur und Medien, Wirtschaft und Staat (Dialogpartner:innen) untereinander sowie mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einen intensiven Austausch.
Der Multistakeholder-Prozess wird im Auftrag des BSI vom Think Tank iRights.Lab und dem nexus Institut durchgeführt. Meinungen und Perspektiven zum Thema Cyber-Sicherheit werden geteilt und dadurch das gegenseitige Verständnis und Vertrauen der Akteure gestärkt. 

 

Durch den inhaltlichen Austausch und die Verschränkung verschiedener Kompetenzen können zusammen innovative Handlungsoptionen und Lösungsansätze im Bereich der Cyber-Sicherheit entwickelt werden. Das BSI kann so frühzeitig aktuelle Themen, Fragestellungen und Bedarfe in den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen erkennen und in der eigenen Arbeit darauf Bezug nehmen. Durch den direkten Kontakt können die Dialogpartner:innen ihre Ideen und Impulse für mehr Cyber-Sicherheit in der Gesellschaft wiederum in das BSI tragen und Unterstützung für ihre Bedarfe finden. Insbesondere der Austausch der organisierten Zivilgesellschaft mit dem BSI soll durch das Projekt gestärkt werden.

Formate und Gremien

Bestandteile des Dialogs

Resultierend aus dem „Open Government“-Ansatz führt das BSI seit 2016 einen partizipativ ausgerichteten gesamtgesellschaftlichen Dialog, um die Vielschichtigkeit der Perspektiven auf das Thema Cyber-Sicherheit möglichst breit und realitätsnah abzubilden und allen Beteiligten einen Austausch bzw. eine Mitwirkung auf Augenhöhe zu ermöglichen. 

Mit dem im Oktober 2020 gestarteten Projekt „Dialog für Cyber-Sicherheit“ wurde ein Etappenziel erreicht: Auf Grundlage eines Dialogmodells, das die Beteiligten im Vorgängerprojekt erarbeitet haben, wird der Dialog nun über mehrere Jahre verstetigt und vertieft.

Kernstück des Dialogs ist die jährlich stattfindende „Denkwerkstatt Sichere Informationsgesellschaft“, die vom 22.02. bis zum 24.02.2021 in digitalem Format stattfand. 

Die Denkwerkstatt ist zudem das Forum der Dialogpartner:innen. Ihre Fragestellungen, Themen und Ideen bilden die Basis für Aktivitäten, fünf sogenannte Workstreams, in denen über die kommenden Monate Lösungsvorschläge für Herausforderungen im Bereich der Cyber-Sicherheit erarbeitet werden.

Die Teilnehmenden am Dialog für Cyber-Sicherheit kommen aus den Bereichen (organisierte) Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien, Wirtschaft sowie Staat zusammen. Die Vielfalt an Kompetenzen, Wissen und Meinungen sowie die grundsätzliche Offenheit des Prozesses für alle am Thema interessierten Personen zeichnet den Multi-Stakeholder-Dialog seit 2016 aus. 

Darüber hinaus werden im Rahmen der Denkwerkstatt durch die Dialogpartner:innen selbst­ alle zwei Jahre fünf Vertreter:innen der verschiedenen Stakeholdergruppen gewählt, die den Dialogprozess für eine Amtszeit von zwei Jahren begleiten und das Dialogkomitee bilden. Dieses Gremium stellt sicher, dass der Prozess transparent verläuft und im Sinne eines partizipativen Vorgehens die Erwartungen der Stakeholder berücksichtigt.

Ein Jahreszyklus des Dialogprozesses

Geschäftsstelle

Der gesamte Prozess wird vom iRights.Lab und dem nexus Institut als Auftragnehmer durchgeführt.
Für das Projekt „Dialog für Cyber-Sicherheit“ wurde von ihnen eine Geschäftsstelle eingerichtet.